Die Lebensbeschreiberin
Vor einiger Zeit erschien in der Frankfurter Rundschau (+online) ein Artikel über eine ehemalige Schreibseminar-Teilnehmerin: Marie-Luise Budzinski, die in einem Wiesbadener Seniorenheim lebt, beschreibt die Lebensgeschichten ihrer Mitbewohner. Und ihre eigene. Wunderbar!
Hier geht es zum Artikel (mit Bild).
Ermutigender Neujahrsgruß
Mein Beruf als Autobiografiker, Seminarleiter, Lektor und autobiografischer Berater ist wunderschön und dankbar — doch bin ich keineswegs frei von Zweifeln. Vielleicht ist das gerade ein Erfolgsrezept für diese Tätigkeiten, die ein gewisses Maß an professioneller Distanz zu den eigenen ästhetischen und manchmal auch moralischen Werturteilen verlangen. Doch hilfreicher als der Zweifel ist allemal die Ermutigung. Darum freute ich mich sehr, als ich vor einigen Tagen den folgenden Neujahrsgruß erhielt:
Lieber Herr Dr. Kappner,
fast ein Jahr ist es nun her, dass ich mein Buch abschließen konnte. Kinder, Enkel, Geschwister und ein enger Bekanntenkreis haben das Buch inzwischen gelesen und Stellung zu Inhalt und Form bezogen. Grund genug, mich bei Ihnen zu melden und zu berichten.
Etwa fünfzig Bücher sind im Umlauf. Ich kann es kaum glauben, dass meine Autobiografie durchweg positiv beurteilt wurde. Zunächst war es für alle eine große Überraschung, dass ich geschrieben habe, wie es aufgebaut wurde, und natürlich der Lebenslauf, den selbst die engsten Angehörigen und Bekannten so nicht kannten. Personen, die das Buch gelesen hatten, erzählten in ihrem Umfeld davon. Und schon erhielt ich Anfragen, ob es zu erwerben sei. Einige Bekannte wollten es verschenken, andere schlugen vor, es an einen Verlag zu geben.
Sie wissen, wie kritisch ich mit mir war und nicht unbedingt immer das notwendige Selbstvertrauen hatte, das Buch zuende zu schreiben, oder es andere Personen lesen zu lassen.
Durch Ihre Unterstützung, Hilfe, Beratung, Beharrlichkeit, Kompetenz und freundliche Begleitung konnten meine Gedanken ein Buch werden. Dafür bin ich Ihnen sehr sehr dankbar. Wenn mir ein neues Thema einfiele, würde ich es vielleicht noch einmal versuchen!? Auf jeden Fall wurden Sie bei den “Buchgesprächen” stets erwähnt.
Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.
Herzliche Grüße,
Christine Gruber
am 30.12.2011
Zum Buch von Günther Müller
Advent etc.
Die christlichen Feiertage prägten den Alltag vieler Menschen vor zwanzig, vierzig oder sechzig Jahren deutlich stärker, als es heute der Fall ist. Manche Feste und Bräuche gehören schon beinahe ganz zu jenem fremden Land, das Vergangenheit heißt. Manche veränderten Jahr um Jahr unmerklich ihren Charakter, wie das Schiff, bei dem nach und nach sämtliche Planken ersetzt wurden, so dass man sich am Ende fragen kann: Ist es noch das selbe?
In der letzten Woche startete ein Schreibprojekt des Bistums Limburg (Referat 3./4. Lebensalter), das sich der Vergangenheit der Feiertage widmet, nicht aus historischer, sondern (natürlich) aus biografischer Sicht. Ich darf die Projekt-Treffen leiten und die Texte lektorieren.
Die fertigen Texte werden ins Internet gestellt und sind unter www.lebensalter.bistumlimburg.de nachzulesen. Viel Spaß allen Mitwirkenden und natürlich: allen Lesern!

