So schön können Ausschreibungen sein …

Oktober 11, 2011 · Posted in Allgemein · Comment 

Ich danke Anneliese Wohn und den Mitarbeitern im BO für diese schöne Arbeit.

Erinnerungen an / Erinnerungen von Günther Müller

September 9, 2011 · Posted in Allgemein · Comment 

Günther Müllers Buch

Einer meiner Schreibseminar-Teilnehmer, Günther Müller aus Wiesbaden, verstarb kürzlich, am 31. Juli.

Ich kannte ihn seit dem 22. September 2009. Zusammen mit seiner Frau Mathilde war er ins Exerzitienhaus der Franziskaner nach Hofheim gekommen. “Damit es nicht verlorengeht” lautete der Titel des Seminars, damit war sein Motiv gut beschrieben. Es ging ihm darum, seine Erinnerungen an Krieg und Gefangenschaft zu Papier zu bringen. Vielleicht ein kleines Buch daraus zu machen.

Einiges hatte er bereits aufgeschrieben, 1948, unmittelbar nach seiner Heimkehr aus Tscheljabinsk am Ural. Später hatte er seine handschriftlichen Notizen mit der Schreibmaschine abtippen lassen. Natürlich brachte er sie mit nach Hofheim. Denn er war nicht zufrieden damit. Irgendetwas schien zu fehlen. Die Erinnerungen an jene Zeit waren sehr lebendig in ihm, er träumte davon, dachte über das Elend nach, das er durchgestanden hatte, und darüber — so vermute ich — welche Schuld ihn treffe.

Günther Müller war bereits 84 Jahre alt, er hörte nicht mehr gut und hatte deshalb Mühe, den Inhalten des Seminars und den anderen Teilnehmern zu folgen. Und vor allem drängte es ihn, zu Erzählen.  Zum zweiten Termin erschien er nicht, weil eine Augenoperation angesetzt worden war. Auch schwierigere Operationen hatte er bereits überstanden. Darum war er froh darüber, als ich ihm am dritten Seminartag — das Manuskript hatte ich inzwischen gelesen — anbot, ihn Zuhause zu besuchen.

Wir kamen überein, dass er weiter schreiben solle, so gut es seine Kräfte zuließen. Ich würde den Text lektorieren und auch einiges auf Band aufnehmen, wo es ihm leichter fiel, zu erzählen als zu schreiben.

Das erste, was er im vertrauten Rahmen seines Wohnzimmers erzählte, betraf die Reichspogromnacht in Wiesbaden. Der kleine Günther war wie vor den Kopf geschlagen gewesen von der sinnlosen Gewalt, die er beobachten musste. Von der mutwilligen Zerstörung, die aus heiterem Himmel zu kommen schien. Warum war er, so fragte er sich als alter Mann, nicht dem Urteil gefolgt, dass er sich an diesem Tag über die Nazis gebildet hatte? “Wenn es Krieg gibt, dann haben wir schon jetzt verloren. So etwas lässt sich Gott und die Welt nicht gefallen!“, hatte er am 9. November 1938 zu seiner Mutter gesagt. Warum glaubte er später nicht mehr an diese Wahrheit ? Warum meldete er sich freiwillig? Diese Fragen trieben seine Geschichte an. Er erzählte mir von den Umständen, in denen er groß wurde, und war froh, dass alles irgendwann in einem Buch aufschrieben sein würde.

Er schrieb langsam, überarbeitete immer wieder, was ich ihm vorlegte, zeigte mir Bilder, sein Kriegstagebuch in Sütterlin, die Postkarten, die er als Kriegsgefangener geschrieben hatte. Wenn er sich dann lange nicht meldete, rief ich ihn an. Und jedesmal freute er sich: “Ja, Herr Dr. Kappner, ich bin dabei. Jeden Tag nehme ich mir vor, weiterzumachen, doch muss ich so oft zum Arzt …” Nach einer weiteren schweren Operation blieb keine Zeit mehr für ihn, die Arbeit selbstständig abzuschließen.

“Mein Mann läßt Sie grüßen. Wir haben den Auftrag, das Büchlein zu Ende zu bringen”, schrieb mir seine Frau mit der Todesanzeige. Günther Müller hatte mich zu einem Hüter seiner Erinnerung bestellt.

Ich bin froh, dass sein Buch jetzt fertig ist. Über den Internet-Dienstleister “epubli” ließ ich es drucken und veröffentlichen. Ich hoffe, dass alles darin nach seinem Sinne geriet. Auch die wenigen Stellen, die er selbst nicht mehr prüfen konnte.

Linksammlung “Hennigsdorfer Stadtgeschichte(n)”

August 31, 2011 · Posted in Allgemein · Comment 

Nach der Buchpremiere der “Hennigsdorfer Stadtgeschichte(n)” finden sich im Internet mehr und mehr Informationen zu unserem Vorzeigeprojekt.

“Hennigsdorfer Stadtgeschichte(n)” erscheint am 26. August 2011

Juli 28, 2011 · Posted in Allgemein · Comment 

Ein langer Entwicklungs- und Schreibprozess hat sein glückliches Ende gefunden. Ende August werden die “Hennigsdorfer Stadtgeschichte(n)” erscheinen, deren Text ich zu einem wesentlichen Teil konzipiert und geschrieben habe. (Ich habe sogar zwei oder drei Fotos beigesteuert;) Ein spannendes Projekt und hoffentlich nicht das letzte seiner Art.

Jetzt wird kräftig die Werbetrommel gerührt. In Hennigsdorf wurde der Bahnhofsvorplatz beflaggt. Auf dass das Werk, nach einer ordentlichen Präsentation auf der “Hennigsdorfer Festmeile”, reißenden Absatz finde!

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